In Hildesheim, wo sich die quartären Lockersedimente der Innerste mit Lössüberdeckungen und feinkörnigen Aueböden abwechseln, erfordert die Baugrunderkundung ein Verfahren, das selbst in stark wechselhaften Horizonten verlässliche Kennwerte liefert. Der Standard Penetration Test (SPT) hat sich hier über Jahrzehnte als robustes Werkzeug etabliert, weil er nicht nur die Schlagzahl N30 als Indikator für die Lagerungsdichte erfasst, sondern beim Rammen auch gestörte Proben aus definierten Tiefen gewinnt. Gerade im Stadtgebiet von Hildesheim, wo der Grundwasserspiegel in den Flussniederungen oft nur wenige Meter unter Gelände ansteht und bindige Zwischenschichten den Rammwiderstand sprunghaft verändern können, liefert die Kombination aus dynamischer Sondierung und Bodenansprache nach DIN EN ISO 22476-3 die notwendige Datengrundlage für die Planung von Fundamenten und Bodenplatten. Das Verfahren ist in der Region fest etabliert, weil es Korrelationen zur Kohäsion und zum Reibungswinkel von Terrassenschottern und Beckenschluffen erlaubt, ohne dass aufwändige Laborversuche die Erkundung verzögern.
Die Schlagzahl N30 aus dem SPT ist in Hildesheim der direkteste Indikator für die Tragfähigkeit der quartären Beckensedimente jenseits von Laborparametern.
Leistungsmerkmale in Hildesheim

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Kritische Bodenfaktoren in Hildesheim
Die DIN 4020 verlangt für Baugrundgutachten in geologisch heterogenen Gebieten wie dem Innerste-Becken direkte Aufschlüsse, die eine Kombination von Tragfähigkeits- und Verformungskennwerten erlauben. Wird in Hildesheim auf eine SPT-gestützte Erkundung verzichtet, riskieren Planer, die Tiefenlage der pleistozänen Terrassenkiese mit ausreichender Mantelreibung für Pfähle zu unterschätzen oder Setzungen in den kompressiblen Auelehmen fehlerhaft zu prognostizieren. Besonders kritisch ist dies in den Baugebieten westlich der Innerste, wo organische Weichschichten eingelagert sein können und eine Unterschätzung des Setzungspotenzials zu Schäden an gründungssteifen Bauwerken führt. Der SPT liefert zudem nach dem Verfahren von Youd & Idriss (2001) die Rohdaten für eine erste Abschätzung der Verflüssigungsgefahr, die in Hildesheim zwar gering, aber bei wassergesättigten Feinsanden unter dynamischer Belastung nicht völlig auszuschließen ist.
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Unsere Leistungen
Unser Leistungsumfang für SPT-Sondierungen in Hildesheim deckt sämtliche Anforderungen von der Feldkampagne bis zur numerischen Auswertung ab und ist auf die lokalen Baugrundverhältnisse abgestimmt:
SPT-Feldkampagne mit Rammkernbohrung
Durchführung der SPT-Sondierungen in Hildesheim mit hydraulischem oder seilgeschlagenem Freifallhammer (ER-Messung nach ASTM D4633 inklusive). Kombinierbar mit Rammkernbohrungen in den anstehenden Festgesteinen des Mesozoikums zur Erkundung des Übergangs Lockergestein/Fels.
Korrelation und geotechnischer Bericht
Statistische Auswertung der N30-Schlagzahlen mit Korrektur nach Überlagerungsdruck und Energie. Ableitung von Reibungswinkel, Kohäsion und Steifemodul für die Bemessung nach Eurocode 7. Inklusive stratigraphischer Einordnung der gewonnenen Proben in das Quartärprofil des Innerste-Beckens.
Häufig gestellte Fragen
Welche Bodenschichten in Hildesheim können mit dem SPT untersucht werden?
Der SPT ist in Hildesheim für alle quartären Lockergesteine geeignet, insbesondere für die sandig-kiesigen Terrassenablagerungen der Innerste, die Lösslehme am Hangfuß und die feinkörnigen Auesedimente. In bindigen Böden mit sehr weicher Konsistenz (cu < 25 kPa) werden die Schlagzahlen allerdings zu gering für eine sinnvolle Differenzierung. Bei Tiefen über 20 Meter oder beim Auftreffen auf den mesozoischen Festgesteinsuntergrund wird die Sondierung abgebrochen und durch Kernbohrverfahren ergänzt.
Wie wird der SPT-Wert N30 in der Bemessung nach Eurocode 7 verwendet?
Der korrigierte N60-Wert (nach Energie- und Überlagerungsdruckkorrektur) geht in empirische Korrelationen ein, die in DIN EN 1997-2 Anhang F dokumentiert sind. Daraus lassen sich der Spitzendruck einer CPT-Sonde, der Reibungswinkel für rollige Böden und die undränierte Scherfestigkeit für bindige Böden ableiten. In Hildesheim nutzen wir diese Korrelationen standardmäßig für die Vorbemessung von Flachgründungen auf den Terrassenschottern, wobei die Ergebnisse immer durch mindestens eine direkte Laboranalyse validiert werden.
Was kostet ein SPT in Hildesheim inklusive Auswertung?
Eine SPT-gestützte Baugrunderkundung in Hildesheim liegt je nach Tiefe und Anzahl der Sondierpunkte typischerweise zwischen €430 und €710 pro Aufschlusspunkt, inklusive der gestörten Probenahme, der Energie-Kalibrierung, der Auswertung nach DIN EN ISO 22476-3 und der Einbindung der Ergebnisse in den Geotechnischen Bericht. Mob- und Demob-Kosten sind bei mehreren Sondierungen im Stadtgebiet anteilig gering.
Kann der SPT in Hildesheim für die Abschätzung von Setzungen verwendet werden?
Ja, über die Korrelation von N30 mit dem Steifemodul Es (nach DIN 1054 oder international nach Burland & Burbidge, 1985) lassen sich Setzungsberechnungen für die kompressiblen Aueböden Hildesheims durchführen. Allerdings ist die Streuung dieser Korrelationen in bindigen Böden höher als in Sanden. Für setzungsempfindliche Bauwerke empfehlen wir daher, die SPT-Daten durch Drucksondierungen mit dem CPT-Versuch zu ergänzen, der ein kontinuierliches Profil des Spitzendrucks und der Porenwasserdruckentwicklung liefert.