In-Situ-Prüfungen in Hildesheim umfassen alle direkten Untersuchungen am gewachsenen Boden, um Tragfähigkeit, Verdichtung und Durchlässigkeit nach DIN EN 1997-2 und DIN 4094 zu bewerten. Die örtliche Geologie mit Lösslehm über Kalkmergelstein erfordert verformungsarme Prüfverfahren, die eine ungestörte Zustandserfassung ermöglichen. Ein klassisches Verfahren zur Verdichtungskontrolle ist die Felddichtebestimmung (Sandkegelverfahren), die sich besonders für feinkörnige und bindige Böden eignet und normgerecht nach DIN 18125-2 durchgeführt wird.
Solche Prüfungen sind maßgebend für den Erd- und Straßenbau, Baugrubensicherungen sowie die Qualitätssicherung von Hinterfüllungen und Tragschichten. Sie liefern die Kennwerte für den Standsicherheitsnachweis und die Abnahme von Verdichtungsleistungen. In Kombination mit Plattendruckversuchen und Rammsondierungen wird eine belastbare Baugrundbeurteilung erstellt, die den Anforderungen der örtlichen Bauaufsicht und der strengen Nachweisführung bei schwierigen Untergrundverhältnissen in der Region gerecht wird.
Ein Anker ist nur so gut wie der Boden, der ihn hält — in Hildesheims wechselhaftem Untergrund entscheidet die lokale Erkundung über die Bemessung.
Leistungsmerkmale in Hildesheim

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Kritische Bodenfaktoren in Hildesheim
Die DIN EN 1997-1 in Verbindung mit DIN 1054:2021-05 fordert für Verankerungen den Nachweis der Tragfähigkeit im Grenzzustand GEO-3 — und in Hildesheim ist dieser Nachweis besonders sensibel zu führen. Der verkarstete Muschelkalk im Süden der Stadt birgt das Risiko plötzlicher Hohlräume, die beim Bohren unerkannt bleiben und die Mantelreibung drastisch reduzieren können. Ein unzureichend bemessener Ankerstrang in einem solchen Bereich versagt nicht schleichend, sondern schlagartig. Besonders kritisch wird dies bei permanenten Ankern für tiefe Baugruben nahe der Innerste, wo zusätzlich schwankende Grundwasserstände die effektive Spannung im Verpresskörper verändern. Das technische Team begegnet diesem Risiko mit einer konservativen Festlegung der charakteristischen Mantelreibungswerte, die durch mindestens drei Eignungsprüfungen pro Ankerhorizont validiert werden. Bei Hinweisen auf Verkarstung setzen wir ergänzend eine seismische Refraktionsmessung ein, um Anomalien im Untergrund zu identifizieren, bevor die Ankerlage festgelegt wird.
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Unsere Leistungen
Das Leistungsspektrum deckt den gesamten Prozess von der geotechnischen Erkundung bis zur geprüften Bemessung ab und stellt sicher, dass jedes Ankersystem optimal auf den Hildesheimer Baugrund abgestimmt ist:
Geotechnische Standorterkundung
Aufschluss des Hildesheimer Untergrunds durch Kernbohrungen, schwere Rammsondierungen und Drucksondierungen (CPT) zur Ableitung realistischer Bodenkennwerte für die Ankerbemessung.
Statische Bemessung aktiver und passiver Anker
Erstellung der vollständigen Tragwerksplanung nach EC7-1 für Litzen- und Stabanker, inkl. Nachweis der inneren und äußeren Standsicherheit, Kriechbruchsicherheit und Gebrauchstauglichkeit.
Eignungs- und Abnahmeprüfungen
Durchführung und Dokumentation der Ankerprüfungen gemäß DIN 4125. Jeder Anker in Hildesheim wird einer stufenweisen Belastungsprüfung unterzogen, um das Bemessungsmodell vor Ort zu validieren.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet die Bemessung einer Verankerung für ein Bauvorhaben in Hildesheim?
Die Kosten für eine vollständige Verankerungsbemessung in Hildesheim liegen typischerweise zwischen €1.020 und €3.850. Der Preis richtet sich nach der Anzahl der Ankerlagen, der Komplexität des Baugrundmodells und dem Umfang der erforderlichen Eignungsprüfungen. Ein Projekt mit einer temporären, einlagigen Rückverankerung in homogenem Boden ist dabei am unteren Ende angesiedelt, während eine mehrlagige Dauerankerung mit aufwändigen FEM-Berechnungen in heterogenem Untergrund den oberen Bereich ausmacht.
Wann wird in Hildesheim ein passiver statt eines aktiven Ankers eingesetzt?
Ein passiver Anker (Nägel) wird vor allem dann gewählt, wenn die Verformungen im Boden gering gehalten werden müssen und eine Vorspannung nicht erforderlich ist — typisch für die Sicherung steiler Böschungen am Moritzberg oder im Zuge von Unterfangungen an Bestandsgebäuden in der Hildesheimer Altstadt. Der passive Anker wirkt sofort bei kleinster Bewegung und eignet sich für Böden, die zur Entspannung neigen. Ein aktiver, vorgespannter Anker kommt dagegen bei tiefen Baugruben mit hohen Erddrucklasten zum Einsatz, wo die Verformung aktiv begrenzt werden muss.
Wie wird die Tragfähigkeit eines Ankers im Hildesheimer Muschelkalk nachgewiesen?
Die charakteristische Mantelreibung im Muschelkalk wird zunächst konservativ aus Erfahrungswerten und lokalen Baugrundgutachten abgeleitet. Da der Hildesheimer Muschelkalk verkarstet sein kann, sind reine Tabellenwerte oft nicht ausreichend. Vor der Hauptausführung werden Eignungsprüfungen an repräsentativen Ankern durchgeführt, bei denen die Last stufenweise bis zur 1,25-fachen Gebrauchslast gesteigert wird. Das Kriechmaß wird dabei kontinuierlich überwacht. Erst wenn diese Prüfungen die angesetzten Mantelreibungswerte bestätigen, wird die Bemessung für die restlichen Anker freigegeben.