In Hildesheim fällt bei Erdarbeiten immer wieder auf, wie stark die Tragfähigkeit vom Einbau abhängt – selbst bei scheinbar gleichkörnigen Beckensedimenten der Innerste. Bevor eine Bodenplatte oder ein Asphaltpaket aufgebracht wird, muss der Verdichtungserfolg mit der Felddichtebestimmung messtechnisch belegt sein. Wir setzen dafür das Sandkegelverfahren ein, weil es solid ist und bei Kies-Sand-Gemischen, wie sie im Raum Hildesheim oft anstehen, sehr zuverlässige Ergebnisse liefert. Gerade in der Moritzberger Senke mit ihren wechselhaften Auffüllungen entscheidet der Nachweis der eingebauten Trockendichte darüber, ob die Tragschicht Setzungen mitmacht oder nicht. Für die Erkundung der anstehenden Schichten vor dem lagenweisen Einbau kombinieren wir die Prüfung häufig mit einer Schürfgrube, um den Untergrundaufbau zu dokumentieren, und ziehen bei rolligen Böden zusätzlich den CPT-Versuch heran, wenn die Schichtung engmaschig zu erfassen ist.
Die Sandkegelmethode liefert uns ein echtes Volumen – keine indirekte Sonde, sondern den physischen Abdruck der Prüfgrube. Das überzeugt auf der Baustelle und vor dem Prüfingenieur.
Leistungsmerkmale in Hildesheim

Kritische Bodenfaktoren in Hildesheim
Ein typischer Fehler auf Hildesheimer Baustellen ist, die Felddichtebestimmung nur auf dem Plan vorzusehen, aber den Termin mit dem Einbautakt nicht abzustimmen. Wenn die Walze schon drei Lagen weiter ist und die Prüfgrube erst dann ausgehoben wird, misst man nicht die geforderte Lage, sondern ein verdichtetes Paket – der Nachweis ist wertlos. Bei Leitungsgräben in der feuchten Auezone sehen wir außerdem oft, dass ohne Schutz der Prüfgrube gearbeitet wird: Regen oder Sickerwasser weichen den Sand auf, das Volumen stimmt nicht mehr und der DPr-Wert sackt ab. Ein weiteres Risiko sind ungeeignete Ersatzverfahren – das Sandersatzverfahren mit Gips oder Wasser ist bei den grobkiesigen Terrassenschottern der Innerste schlicht unbrauchbar, weil die Suspension in den Porenraum wegläuft. Hier führt kein Weg an der Sandkegelmethode vorbei.
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Unsere Leistungen
Unser Labor in der Region Hildesheim bietet die Felddichtebestimmung als geschlossene Prüfkette an – vom Proctorversuch über die Baustellenprüfung bis zum berichtsfähigen Protokoll.
Verdichtungskontrolle Erdbau
Lagenweise Felddichtebestimmung auf Planum, Damm-schüttungen und Tragschichten. Inkl. Bestimmung des Wassergehalts und Verdichtungsgrads DPr.
Kontrollprüfung Leitungsgräben
Dichtebestimmung in der Leitungszone und Hauptverfüllung nach DIN EN 1610 und ZTV E-StB. Sofortige Auswertung vor Ort.
Proctordichte-Bestimmung
Ermittlung der einfachen oder modifizierten Proctordichte im Labor als Bezugsgröße für die Felddichtebestimmung.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Prüfpunkte brauche ich für ein 1200 m² großes Baufeld in Hildesheim?
Nach ZTV E-StB 17 sind mindestens 3 Punkte je 500 m² bzw. je eingebauter Lage anzusetzen. Bei 1200 m² ergeben sich also mindestens 9 Prüfpunkte pro Lage. Bei ungleichmäßigem Material oder schwierigen Witterungsbedingungen – wie sie im Herbst im Innerste-Tal häufig sind – empfehlen wir, das Raster zu verdichten.
Was kostet eine Felddichtebestimmung mit dem Sandkegel?
Für eine Einzelprüfung inklusive Wassergehalt und Protokoll liegen die Kosten im Raum Hildesheim je nach Punktanzahl und Anfahrtsweg zwischen €110 und €140 netto. Bei größeren Prüflosen ab 20 Punkten vereinbaren wir eine Staffelung.
Kann das Sandkegelverfahren auch bei Regen eingesetzt werden?
Nur bedingt. Der Prüfsand muss rieselfähig bleiben, und die Grubensohle darf nicht aufgeweicht sein. Bei starkem Regen oder stehendem Wasser in der Grube brechen wir die Prüfung ab und verschieben den Termin. Ein Wetterschutz-Zelt verbessert die Bedingungen erheblich.
Welcher Verdichtungsgrad wird für die Tragschicht unter der Bodenplatte gefordert?
Das hängt vom statischen Nachweis ab. Üblich sind DPr ≥ 98 % bei nichtbindigen und DPr ≥ 97 % bei bindigen Böden. Für hochbelastete Industrieböden – etwa Logistikhallen im Gewerbegebiet Hildesheim-Nord – fordert der Geotechniker oft DPr ≥ 100 % auf der obersten Tragschichtlage.