Mit einer Höhenlage von rund 90 m ü. NHN und tief eingeschnittenen Tälern der Innerste ist Hildesheim geotechnisch eine spannende Stadt. Die quartären Auffüllungen und die unterlagernden Tonmergel des Keupers verlangen nach präzisen Kennwerten, bevor man über Versickerung oder Tiefbau entscheidet. Ein Felddurchlässigkeitsversuch (Lefranc/Lugeon) ist hier kein akademisches Extra, sondern die Grundlage für eine sichere Bemessung. Unser Team führt den Felddurchlässigkeitsversuch in Hildesheim mit direktem Bezug zur lokalen Geologie durch – sei es in den Kiesen der Innersteaue oder im Gipskeuper der Marienburger Höhe. Ergänzend ziehen wir die Korngrößenanalyse hinzu, wenn Übergänge zwischen rolligen und bindigen Schichten genauer zu charakterisieren sind. In einer Stadt mit so wechselhaften Untergrundverhältnissen wie Hildesheim hilft nur Messen vor Ort.
In Hildesheim können die Durchlässigkeitsbeiwerte selbst auf kurzer Distanz um zwei Zehnerpotenzen variieren – der Lefranc-Versuch liefert die belastbare Zahl, nicht nur eine Annahme.
Leistungsmerkmale in Hildesheim

Kritische Bodenfaktoren in Hildesheim
Das Hildesheimer Becken zeigt einen ausgeprägten Kontrast zwischen den durchlässigen Flussterrassen der Innerste und den nahezu undurchlässigen Tonmergeln des Keupers. Wer im Hildesheimer Westen baut, trifft oft auf stark verwitterten Gipskeuper mit Subrosion – da kann ein Lugeon-Test im Fels unerwartete Wegsamkeiten aufdecken. Im Osten dagegen dominieren mächtige quartäre Kiese, die hohe Wasserwegsamkeit besitzen. Ein fehlender Felddurchlässigkeitsversuch führt hier schnell zu falschen Versickerungskonzepten oder unzureichenden Wasserhaltungen. Die Altlastensituation im Stadtgebiet, etwa im Bereich der ehemaligen Galmei-Verhüttung, verstärkt die Notwendigkeit genauer hydraulischer Parameter. Ohne belastbare kf-Werte aus dem Lefranc-Versuch riskiert man nicht nur Bauverzögerungen, sondern auch langfristige Schäden durch unkontrollierte Wasserströmung.
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Unsere Leistungen
Unser Prüfportfolio in Hildesheim deckt die Anforderungen von Baugrundgutachten, Versickerungsnachweisen und Deponiebau ab.
Lefranc-Versuch im Bohrloch
Klassische Methode mit konstanter oder fallender Druckhöhe in Lockergesteinen – ideal für die quartären Kiese der Innersteaue in Hildesheim.
Lugeon-Test im Fels
Prüfung der Gebirgsdurchlässigkeit in geklüftetem Tonmergel und Gipskeuper mit Packer-System – angepasst an die Keuperformation unter Hildesheim.
Kombi-Paket mit Laborversuchen
Wir kombinieren den Felddurchlässigkeitsversuch mit der Korngrößenanalyse und der Bestimmung der Atterberg-Grenzen, um ein vollständiges Bild des Untergrunds zu erhalten.
Häufig gestellte Fragen
Wann ist ein Felddurchlässigkeitsversuch (Lefranc/Lugeon) in Hildesheim erforderlich?
Immer dann, wenn Wasser in den Boden eindringen oder ihm entnommen werden soll. Typische Anlässe in Hildesheim sind der Bau von Versickerungsanlagen, die Dimensionierung von Baugrubenwasserhaltungen in den Kiesen der Innersteaue oder die Beurteilung der Dichtigkeit von Deponieuntergründen. Die DIN 18130-1 und das Arbeitsblatt DWA-A 138 fordern für solche Nachweise belastbare kf-Werte.
Was kostet ein Felddurchlässigkeitsversuch in Hildesheim?
Die Kosten liegen typischerweise zwischen €640 und €880 pro Versuch, abhängig von der erforderlichen Tiefe, der Anzahl der Prüfstufen und dem Geräteaufwand. In schwierigem Baugrund wie dem Gipskeuper mit Packer-Einsatz liegen wir eher am oberen Ende. Wir erstellen Ihnen gern ein verbindliches Angebot nach Akteneinsicht in Ihr Baugrundgutachten.
Welcher Versuch ist bei uns der richtige – Lefranc oder Lugeon?
Das hängt vom Untergrund ab. Der Lefranc-Versuch ist die Methode der Wahl in den quartären Kiesen, Sanden und Geschiebemergeln, die in Hildesheim weit verbreitet sind. Sobald Sie auf Fels stoßen – und das ist im Hildesheimer Becken oft schon in wenigen Metern Tiefe der Keuper –, ist der Lugeon-Test mit Doppelpacker die normgerechte Lösung. Unsere Techniker entscheiden das vor Ort nach Bohransprache.
Wie lange dauert so ein Versuch vor Ort?
Ein einzelner Lefranc-Versuch mit Vorbereitung und drei Druckstufen braucht etwa 60 bis 90 Minuten. Der Lugeon-Test im Fels kann etwas länger dauern, weil das Packer-System gesetzt werden muss. In der Regel schaffen wir zwei bis drei Prüfhorizonte pro Arbeitstag.
Wie fließt der kf-Wert in die Versickerungsbemessung ein?
Der gemessene kf-Wert ist die zentrale Eingangsgröße für die Dimensionierung von Rigolen, Mulden oder Schachtversickerungen nach DWA-A 138. Ein zu hoch angenommener Wert führt zu überdimensionierten Anlagen, ein zu niedriger zu unzureichender Entwässerung. Mit unseren Ergebnissen aus Hildesheim können Sie die Anlage wirtschaftlich und sicher auslegen.