Zwischen der fruchtbaren Hildesheimer Börde und dem sandigen Innerste-Tal liegen geotechnisch gesehen Welten. Im Westen der Stadt, etwa rund um Moritzberg, trifft man auf tragfähige, aber erosionsanfällige Lössschichten. Richtung Ochtersum und entlang der Innerste dominieren dagegen Auenlehme und sandige Kiese mit teils hohen Grundwasserständen. Wer hier eine Baugrube plant, braucht mehr als eine Bodentabelle aus dem Geotechnischen Bericht. Die geotechnische Baugrubenüberwachung ist die Instanz, die den rechnerischen Entwurf mit der Realität abgleicht. Unsere Ingenieure dokumentieren den tatsächlichen Schichtverlauf, kontrollieren Verformungen und erkennen kritische Abweichungen, bevor sie zum Problem werden. Gerade in einem gewachsenen Stadtkern wie Hildesheim, wo man oft neben historischer Bausubstanz arbeitet, ist diese messtechnische Kontrolle unverzichtbar. Wir ergänzen die geotechnische Baugrubenüberwachung bei schwierigen Untergrundverhältnissen mit einer präzisen Korngrößenanalyse, um die Filterstabilität von Dränagen sicher zu bewerten.
Die beste Baugrubensicherung ist nur so gut wie ihre Überwachung. Ein unentdeckter Grundwasserzutritt verändert alle Lastannahmen.
Leistungsmerkmale in Hildesheim

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Kritische Bodenfaktoren in Hildesheim
Die DIN 4124 regelt die Anforderungen an Baugruben und Gräben, doch in Hildesheim gewinnt diese Norm durch die lokale Geologie besondere Brisanz. Der Wechsel von Löss zu Auenlehm innerhalb weniger Meter kann zu ungleichmäßigen Setzungen führen. Das größte technische Risiko bei der geotechnischen Baugrubenüberwachung ist die unerkannte hydraulische Grundbruchgefahr in den sandigen Kiesen der Innerste-Niederung. Steigt der Grundwasserspiegel nach Starkregen – ein Szenario, das im Hildesheimer Raum durch die Nähe zum Harzvorland nicht selten ist –, kann die Auftriebssicherheit der Baugrubensohle kritisch werden. Ein weiteres Risiko ist die Beeinträchtigung der Standsicherheit angrenzender, oft unzureichend gegründeter Fachwerkbauten in der Altstadt. Unser Monitoring stellt sicher, dass die in der Standsicherheitsberechnung festgelegten Alarmwerte für Verschiebungen und Setzungen nicht überschritten werden, und löst bei Bedarf sofortige Sicherungsmaßnahmen aus.
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Unsere Leistungen
Unser Leistungsspektrum zur geotechnischen Baugrubenüberwachung in Hildesheim deckt die kritischen Phasen des Tiefbaus ab:
Messtechnische Überwachung und Beweissicherung
Einrichtung und Nullmessung von Setzungspegeln, Inklinometern und Grundwasserpegeln. Laufende Kontrolle mit Tagesberichten. Beweissicherung an Nachbargebäuden vor, während und nach der Baumaßnahme.
Geologische Baugrubendokumentation und Abnahme
Fachtechnische Aufnahme der Baugrubensohle und -wände nach DIN 4023. Prüfung der Tragfähigkeit des Planums und Abnahme der Gründungssohle in Abstimmung mit dem Baugrundgutachter.
Häufig gestellte Fragen
Wann ist eine geotechnische Baugrubenüberwachung in Hildesheim vorgeschrieben?
Die Überwachung ist immer dann erforderlich, wenn die Standsicherheitsberechnung ein Monitoring vorsieht oder wenn die Baugrube tiefer als 5 Meter ist und angrenzende Bebauung gefährden könnte. In Hildesheim ist dies bei den meisten innerstädtischen Projekten der Fall, besonders im Bereich der weichen Auenböden entlang der Innerste.
Was kostet eine geotechnische Baugrubenüberwachung?
Die Kosten bewegen sich typischerweise zwischen 740 € und 2.150 €, abhängig vom Umfang der Messtechnik, der Dauer der Überwachung und der Anzahl der Messquerschnitte. Ein verbindliches Angebot erhalten Sie nach Vorlage des Verbauplans.
Welche Geräte setzen Sie bei der Überwachung ein?
Wir verwenden tragbare Inklinometer zur Neigungsmessung, Präzisionsnivelliere für Setzungsmessungen und Datenlogger zur kontinuierlichen Erfassung des Grundwasserstands. Die Genauigkeit liegt im Submillimeterbereich, um frühzeitig auf Verformungen reagieren zu können.
Was passiert, wenn die Alarmwerte bei der Überwachung überschritten werden?
Bei Überschreitung der festgelegten Alarmwerte informieren wir sofort die Bauleitung und den Tragwerksplaner. Gemeinsam legen wir Sofortmaßnahmen fest, wie das teilweise Verfüllen der Baugrube, die Verstärkung der Aussteifung oder eine Grundwasserabsenkung.