Hildesheim steht auf einem geologischen Flickenteppich – quartäre Lockergesteine der Leineaue wechseln sich mit mesozoischen Festgesteinsausläufern des Hildesheimer Waldes ab. Wer hier baut, hat es selten mit homogenem Baugrund zu tun. Die elektrische Widerstandsmessung, genauer die vertikale elektrische Sondierung (VES), bringt Licht ins Dunkel, bevor der erste Bagger anrückt. Im Stadtgebiet von Hildesheim mit seinen rund 100.000 Einwohnern stoßen wir regelmäßig auf Auelehm über Schotterterrassen, deren Mächtigkeit stark schwankt. Mit der geoelektrischen Sondierung kartieren wir diese Wechsel, orten Grundwasserhorizonte und erkennen Hohlräume oder Verwitterungszonen, die eine konventionelle Sondierbohrung nur punktuell erfassen würde. Die Methode misst scheinbare spezifische Widerstände des Untergrunds und rechnet sie über Inversionsverfahren in ein Schichtmodell um – zerstörungsfrei, schnell und flächendeckend kombinierbar mit punktuellen Schürfgruben zur Kalibrierung.
Mit einer einzigen VES-Sondierung in Hildesheim kartieren wir bis zu 50 Meter Tiefe – ohne einen Kubikzentimeter Boden zu bewegen.
Leistungsmerkmale in Hildesheim

Kritische Bodenfaktoren in Hildesheim
Beim Neubau eines Mehrfamilienhauses an der Lucienvörder Allee zeigte die erste Rammsondierung tragfähigen Kies in 4 Metern Tiefe. Der Bauherr wollte Kosten sparen und verzichtete auf weitere Vorerkundung. Beim Aushub stieß man dann auf eine alte, verfüllte Mergelgrube, die quer durchs Baufeld zog – ein lokales Setzungsrisiko, das mit zwei gezielten VES-Messungen sofort aufgefallen wäre. In Hildesheim ist diese Gefahr real: Die Stadtgeschichte reicht bis ins Mittelalter zurück, und unter der Oberfläche liegen verfüllte Keller, Wehranlagenreste oder unkartierte Hohlräume aus dem Kalksteinabbau am Galgenberg. Die elektrische Widerstandsmessung deckt solche Inhomogenitäten auf, weil Verfüllmaterial und gewachsener Boden fast immer unterschiedliche elektrische Leitfähigkeiten aufweisen. Wer hier auf eine flächenhafte geoelektrische Erkundung verzichtet, geht das Risiko ein, dass sich Fundamente später ungleichmäßig setzen – ein Schaden, der im Nachhinein ein Vielfaches der Messkosten verschlingt.
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Unsere Leistungen
Unser geoelektrisches Leistungsspektrum in Hildesheim deckt die Erkundung von Baugrund und Grundwasser ab:
VES-Tiefensondierung für Bauvorhaben
Standardisierte vertikale elektrische Sondierung zur Erkundung der Schichtenfolge unterhalb von geplanten Gebäuden, Straßen oder Versickerungsanlagen. Inklusive geoelektrischem Profilschnitt und Interpretation der spezifischen Widerstände.
Grundwasser- und Hohlraumortung
Gezielte Messkampagnen zur Ortung von Grundwasserleitern, schwebenden Schichtwasservorkommen oder anthropogenen Hohlräumen. Besonders relevant auf dem ehemaligen Werksgelände entlang der Innerste oder in Hanglagen des Hildesheimer Waldes.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet eine elektrische Widerstandsmessung in Hildesheim?
Für eine VES-Sondierung in Hildesheim liegt der Preis je nach Tiefenreichweite und Anzahl der Messpunkte zwischen €630 und €960 netto. Mehrere Sondierungen auf einem Baufeld rechnen wir als Paket ab, was den Stückpreis senkt.
Bis in welche Tiefe kann die VES-Messung den Untergrund auflösen?
Mit Standardauslagen erreichen wir in Hildesheim Erkundungstiefen von 30 bis 50 Metern. Größere Tiefen sind mit erweiterten Auslagen und angepasster Elektrodenkonfiguration möglich – dann sprechen wir aber über einen höheren Platzbedarf und längere Messzeiten.
Wie genau sind die Ergebnisse im Vergleich zu Bohrungen?
Die VES liefert ein indirektes, aber flächenhaftes Bild der Widerstandsverteilung. Sie ersetzt keine Bodenprobe, ergänzt aber punktuelle Aufschlüsse wie Schürfgruben oder SPT-Bohrungen ideal. Kalibriert an einer Aufschlussbohrung erreichen wir eine sehr gute Übereinstimmung der Schichtgrenzen.
Kann man in bebautem Gebiet messen – stören Leitungen und Fundamente?
Ja, urbane Störquellen sind in Hildesheim ein Thema, aber beherrschbar. Wir gleichen die Messrichtung mit Leitungskatastern ab, wählen Elektrodenabstände, die unter Fundamenttiefen bleiben, und rechnen metallische Störkörper in der Inversion heraus. Auf der grünen Wiese ist es einfacher, aber innerstädtisch keineswegs unmöglich.